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Drogowa Trasa Średnicowa

Daten und Fakten
Firma Eurovia S.A. (Leiter) und PORR S.A.
Auftraggeber DTŚ S.A.
Stadt/Land Gliwice - Polen
Projektart Straßenbau
Bauzeit 01.2013 - 12.2015

Drogowa Trasa Średnicowa - Die Schlüsselroute für Schlesien

Die gesamte Straße Drogowa Trasa Średnicowa ist 31,3 km lang und bietet eine Straßenverbindung zu den zentralen Bereichen von sechs Städten: Katowice, Chorzów, Świętochłowice, Ruda Śląska, Zabrze und Gliwice. Die Eröffnung des Gleiwitzer Abschnitts dieser Straße (5,6 km Länge), das durch das Konsortium Eurovia (Leiter) und die PORR SA realisiert wurde, war der krönende Abschluss dieses für die südpolnische Region strategischen Vorhabens.

Diese Region Schlesiens ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der sich am Schnittpunkt zweier europäischer Autobahnen - der A1 und A4 - befindet. Drogowa Trasa Średnicowa, die in der Ost-West-Richtung verläuft, hat Verbindungen zum externen Verkehrssystem, das für diese Region von zentraler Bedeutung ist.

Die Ausführung des G2-Abschnitts war sowohl technisch als auch logistisch eine sehr große Herausforderung. Die Komplexität dieses Auftrags führte zu erheblichen Abstimmungsproblemen, die nur von erfahrenen Auftragnehmern gelöst werden konnten. Es genügt zu sagen, dass auf dem durch das Konsortium realisierten 5,6 Kilometer langen Abschnitt mit dem Arbeitstitel "G2" 13 Ingenieurbauwerke und sieben Straßenknoten errichtet wurden. Der Umfang des Projekts kann durch den Vergleich mit einem Abschnitt der A4-Autobahn verdeutlicht werden. Dieser Autobahnabschnitt verläuft parallel jedoch durch weniger verstädterte Gebiete und hat lediglich zwei Verkehrsknoten. Der Bau einer so großen Anzahl kollisionsfreier Kreuzungen löst die Verkehrsprobleme der Stadt perfekt und die Anbindung an die A4-Autobahn (über die Straße DK88) erhöhte zusätzlich ihre Verkehrsattraktivität. Die neugebaute Straße dient den Bewohnern des Ballungsraums, die nun zahlreiche Industrieparks am Stadtrand oder touristische, kulturelle und sportliche Attraktionen im Stadtzentrum problemlos erreichen können.

Zu den schwierigsten Aufgaben dieses Auftrags gehörte die Koordination einzelner Bauphasen, die eine zeitweilige Organisation des Verkehrs berücksichtigen mussten. Darüber hinaus mussten die Bauphasen an die Abschaltungen der Strom-, Wärme- und Teletechniknetze, die mit ihren Eigentümern vereinbart wurden, angepasst werden. Dies hatte einen direkten Einfluss auf die Termine der Bauarbeiten. Die PORR leistete einen wesentlichen Beitrag zur Planung technischer Lösungen, die mit Zustimmung des Auftraggebers umgesetzt wurden. Der schwierigste Abschnitt (der Tunnel und die Stützmauern) wurde in einem Bereich mit dichter Stadtbebauung durchgeführt, also in einem Bereich, wo es an verfügbaren Lagerplätzen und technologischen Straßen für Bauzwecke fehlte.

Das Ergebnis der Arbeit der PORR sind nicht nur die neue Straße und die Ingenieurbauwerke, sondern auch die „Befreiung“ von etwa 1,5 Hektar Land im Stadtzentrum, die durch ihre Funktionen, einschließlich der Erholungsfunktionen, das bisherige Bild der Stadt Gliwice gänzlich veränderten.